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Wir
laden ein zum zum
4. ZukunftsKonvent am 15.12.2006 mit Gabi
Zimmer (MdEP) und Frieder Otto Wolf (Honorarprofessor) und
fragen „Was haben die Grenzen der EU mit ‚kulturellen Identitäten’ und
‚europäischen Werten’ zu tun? Dürfen
sich Linke auf eine Debatte über ‚kulturelle Identitäten’ und ‚europäische
Werte’ einlassen?“ Ort: Kopenhagener Straße
9, 10437 Berlin (S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee) Zeit: 15.30 – 18.00 Uhr Von 19.00 bis 21.00 Uhr
nehmen Gabi Zimmer und Frieder Otto Wolf am gleichen Ort an einem Podiumsgespräch
teil, das den Titel trägt: Ziehen
wir an einem Strang?! Soziale Bewegungen,
Parteien, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen und die Chancen der
Sozialforen Nach den Referenden zum
Entwurf der Europäischen Verfassung in Frankreich und den Niederlanden ist häufig
von einer „Krise der Europäischen Union“ bzw. der „Europäischen
Integration“ die Rede. Im Zuge des von den Regierenden verkündeten „Plan
D“ (Dialog mit den Bürger/innen) wird zunehmend nach den Merkmalen des
„Europäischen Modells“, nach „europäischen Werten“ und „europäischer
Identität“ gefragt. Dabei geht es auch und insbesondere um einen möglichen
Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. Uns fällt es nicht schwer,
zu sagen, wie wir uns die EU wünschen: als Union, in der jede und jeder
selbstbestimmt in Würde leben können und als Akteur, der sich dafür
engagiert, dass auch in den anderen europäischen Ländern und weltweit allen
ein selbstbestimmtes Leben in Würde möglich wird. Wir sind zufällig in
Deutschland geboren und ständig gefordert, uns mit seiner Geschichte und
gesellschaftlichen Gegenwart auseinanderzusetzen. Wir haben mit den Auswirkungen
der hier herrschenden Politik und Verhältnisse auf Menschen zu tun, egal, wo
sie sich aufhalten, welchem Staat und welcher Nationalität sie angehören. Wir
definieren unsere Identität ausgehend von einer Zugehörigkeit zur Weltbevölkerung,
von Einsichten über unsere besonderen Lebensverhältnisse und politischen Überzeugungen.
Wir grenzen uns damit ab von politischen
Positionen, von Handlungs-, Verhaltens- und Denkweisen, die soziale, ökonomische
und ökologische Probleme auf Kosten sozial Schwächerer lösen wollen. Unsere „kulturelle
Identität“ ist die Bereitschaft, uns geistig und emotional anzueignen, was
die Menschheit hervorgebracht hat und was im Ringen um Freiheit in der
Gleichheit helfen kann. Unsere „Werte“ sind nicht an ein Territorium geknüpft,
in dem wir leben (dürfen) und das uns besondere Rechte gegenüber Menschen in
bzw. aus ärmeren und armen Ländern verleiht. Dieser
„Fundamentalismus“ lässt uns nicht hinnehmen, dass mit Verweis auf
„unsere kulturelle Identität“ und „unsere europäischen Werte“ der
Anspruch erhoben wird, besser als andere leben und natürliche Lebensbedingungen
zerstören zu dürfen. Für die
Veranstalter/innen: Judith Dellheim, Kontakt: Judith.Dellheim@web.de |