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„Für zukunftsfähige Reformen! - Erklärung zum BürgerInnen-
und Sozialkonvent am 30. Oktober
2003 - Unser Anliegen war, -
die Protestaktionen gegen die Agenda 2010
und die Suche nach Alternativen zu unterstützen, -
zur Beteiligung am Europäischen
Sozialforum und an der Sozialforen-Bewegung zu motivieren, -
ein Angebot an Menschen zu unterbreiten,
die nachdenken, zuhören und mitdiskutieren wollen über Fragen des
Zusammenlebens in der Gesellschaft und deren Zukunft. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer des Konvents haben sich mehrheitlich darauf verständigt, dass
zukunftsfähige gesellschaftspolitische Reformen sich am Leitbild einer
Gesellschaft selbstbestimmt und solidarisch handelnder Menschen orientieren. Wir
sagen: 1. Mehr Rechte für
die Menschen, die hier und heute leben – für die Beschäftigten und
Erwerbslosen, die Lernenden und Studierenden, die Leistungs- und
Rentenbeziehenden, die Asylsuchenden und Migrierenden, die Patientinnen und
Patienten, die Verbraucherinnen und Verbraucher, die Mieterinnen und Mieter ...
Mehr Rechte auch für Kinder und Heranwachsende. Sie brauchen wie weltweit
alle Menschen -
Demokratische Partizipation -
Frieden und Gewaltfreiheit -
Lebenswerte Umwelt -
Existenzsichernde Arbeit -
Bildung und Kultur -
Soziale Sicherheit und
Gesundheitsvorsorge. 2. Menschen
brauchen die Teilhabe an grundlegenden Entscheidungen in den Gemeinschaften,
in denen sie leben. Ökonomische Alleinherrschaft und unkontrollierbarer
politischer Einfluss einer Minderheit müssen schwinden und verschwinden. Die
Erneuerung der Demokratie in Gesellschaft, Staat und Wirtschaft soll den
Menschen wirksame Beteiligung an Entscheidungs- und Kontrollprozessen ermöglichen.
4. Menschen
brauchen die Stabilisierung bzw. Gesundung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen.
Selbstbestimmtes Leben ist nur möglich, wenn die Zerstörung der
lebensnotwendigen Naturressourcen und –kreisläufe endet. Das erfordert die
Abkehr von profitbestimmtem Wachstumswahn und die Solidarität mit den Menschen
im Süden der Erde. 5. Menschen
brauchen die Teilhabe an sinnvoller existenzsichernder Arbeit. Jede und
jeder, der und die an gesellschaftlich nützlicher und daher auch ökologisch
verantwortbarer Arbeit teilhaben wollen, müssen dies auch können. Arbeit soll
neu definiert und gesellschaftlich bewertet werden. Bezahlte und unbezahlte
Arbeiten sollen so unter und zwischen Frauen und Männern neu verteilt und
geregelt werden, dass alle an individueller Freizeit und persönlicher Freiheit
gewinnen. 6. Menschen
brauchen sozial gleichen Zugang zu Bildung, Wissen und Kultur. Kinder von
sozial Benachteiligten benötigen besondere Förderung. Sozial gleiche Teilhabe
an Bildung und Kultur ist unerlässlich für befriedigende Arbeit, für die
Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungen, für selbstbestimmtes Leben. 7. Menschen
brauchen die Freiheit von sozialen Existenzängsten. Sie brauchen Sicherheit
und Schutz gegen Lebensrisiken und somit die solidarische Erneuerung der
sozialen Sicherungssysteme. Sowohl das Recht auf ein garantiertes
Mindesteinkommen, das ein selbstbestimmtes Leben in Würde erlaubt, als auch
eine allgemeine solidarische Kranken- und Alterssicherung sind möglich. Diese sieben Thesen
wurden symbolisch am Reformationstag, den 31.10.2003, 15.00 Uhr an die Türe der
Jerusalem-Kirche in Berlin-Kreuzberg (Lindenstraße 85) geschlagen. Das Anliegen
war, die öffentliche Debatte zu zukunftsfähigen Reformen zu befördern. Um dieses Anliegen
weiterhin und zunehmend wirksam verfolgen zu können, wird ein Zukunftskonvent
geschaffen. Es wird also keinen zweiten BürgerInnen- und Sozialkonvent geben.
Der erste Zukunftskonvent tagt am 19. März 2004. Er soll sich insbesondere mit
der Mär von der „tickenden demographischen Zeitbombe“ bzw. mit der Lüge
vom Generationenkrieg auseinandersetzen und Möglichkeiten solidarischer
Generationenbeziehungen diskutieren.“ Der 19. März hatte
sich allerdings als ungeeignet erwiesen, der 30.4.2004 als wesentlich günstiger
Kontakt: Ronald
Blaschke, Wittenberger Straße 110c, 01277 Dresden, Tel.: 0351/3101171, E-Mail: Rblaschke@aol.com Dr.
Judith Dellheim, Alfred-Döblin-Straße 14, 12679 Berlin Tel.: 030/9357421,
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